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aus der Donau Post

Stimmungsvolle Stunden im Schlosshof: Das Klassik-Vokal-Ensemble "Allegro con Anima" beim Vortrag von Auszügen aus der Operette "Die Csardasfürstin"

Das Hohelied auf die Lebensfreude

Musikalische Reise mit dem Klassik-Vokal-Ensemble in die Vergangenheit

Wörth. Man lebt nur einmal! Scherzen und Herzen, amüsieren und vergnügen soll sich der Mensch. Arger und Verdruss, Wut und Zorn schlagen nur aufs Gemüt und erschweren die Seele- Diese Philosophie betonen Operetten, wie sie Offenbach Lehár geschaffen haben. Und Emmerich Kalman mit dem Opus "Die Csardasfürstin". Das Hohelied auf Liebe, Leidenschaft und Lebensfreude, auf das ewige Abenteuer der Zweisamkeit mit all ihren Höhen und Tiefen stimmte am Freitag zum Auftakt des Bürgerfestes das Klassik-Vokal-Ensemble "Allegro con Anima" mit ihrere Leiterin Natalie Hofmann im Schlosshof an. Ein lauschiger Sommerabend, die historische Umgebung und ein großes Auditorium bildeten einen geradezu idealen Rahmen für das zweite Gastspiel der Gruppe in Wörth. Gut 200 Besucher begleiteten die 13 Damen und drei Herren auf ihrer feurigen Reise zurück in die

 

 

Vergangenheit, zurück in die Zeit um 1914, zurück in die österreichisch-ungarische Monarchie, als Emmerich Kalman mit der Geschichte von der vornehmen Fürstin das Volk aufheiterte. Diesem Ziel widmeten sich auch die Sängerinnen und Sänger, die solo, im Duett oder im Chor vom ergreifenden Schicksal der kultivierten Komtesse Stasi berichteten, von ihren bewegenden und berührenden Erlebnissen, von den Einsichten und Enttäuschungen, die sie mit ihrem untreuen Prinz Edwin (er verliebt sich in die Sängerin Varescu) teilte. Eine der bekannten Erkenntnisse: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht...! Und überhaupt: So ein Teufelsweib fängt man mit Seel´ und Leib!" Herzschmerz, Traurigkeit und gemischte Gefühle gehören eben auch zu einer Beziehung, nicht nur die sorgenfreie Glückseligkeit, der siebte Himmel und das "dolce vita". Bei allen Stimmungsschwankungen setzt sich der frohe Mut durch, die

 

unbekümmerte Leichtigkeit und der unbeschwerte Sinn sind die dominierenden Elemente der  romantischen Kalman-Komposition, in der schon mal die "dumme Liebe" beklagt und umgehend die "schönste aller Frauen" gewürdigt wird. Denn: "Nur einmal lebt man ja...!" Die Serenade mit Stil hat - der Beifall bestätigte es - Eindruck gemacht und ihre Wirkung auf das Publikum nicht verfehlt. Diese Anerkennung war das verdiente Lob für einen gelungenen Vortrag von Auszügen aus diesem populären und ansprechenden Meisterwerk der Tonkunst, der auch eine wesentliche Empfehlung enthält: "1000 Engel singen: Habt euch lieb!" Der Bogen zur Gegenwart, zum friedlichen, frohen und freundlichen Miteinander von Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Konfessionen bei der Weltmeisterschaft lässt sich da leicht schlagen. Wie befand doch "Kaiser" Franz Beckenbauer zum Abschluss dieser großartigen Gala in Deutschland: "So stellt sich der liebe Gott die Welt vor...!"