| Nimm nicht alles auf die schwere
Schulter! Freu Dich des Lebens, genieße es, nimm es leichter! Denke
positiv, pflege nur nicht die Schwermut und den Pessimismus. Diese
Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die Operette "Die
Csardasfürstin" (Uraufführung im November 1915 im
Johann-Strauss-Theater in Wien) des ungarischen Komponisten Emmerich
Kalman, mit er das Klassik-Vokal-Ensemble "Allegro con Anima" am
Freitag im Schloss das elfte Bürgerfest eröffnen wird. Vor einem
acht Meter breiten und fünf Meter hohen Bühnenbild wollen die 17
Damen und Herren dieses Kollektivs unter der Leitung ihrer Dozentin
Natalie Hofmann dem Publikum mit diesem bedeutenden Werk einen
unterhaltsamen Sommerabend bereiten. Die etwa 90minütige Aufführung
beginnt um 20 Uhr. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Edwin. Der
mit |
Komtesse Stasi liierte Adelsmann
verliebt sich in die Sängerin Sylva Varescu. Da sie seine Liebe
erwidert, schlägt sie ein Amerika-Engagement aus. Als sie erkennt,
dass sich Edwins Eltern gegen die Heirat stellen und seine
militärische Karriere damit beendet wäre, verlässt sie ihn. Bei der
Verlobungsfeier von Stasi und Edwin trifft Sylva ihren Geliebten
allerdings wieder. Nachdem sie auch Stasi inzwischen für einen
anderen Mann interessiert, findet die Geschichte nach einigen
Verwicklungen zu einem "happy end". Ein erstaunlicher Reichtum an
zündenden Melodien, packende dramatische Akzente, mitreißender
rhythmischer Elan, kluge und wirkungssichere Verteilung von Licht
und Schatten im Wechsel von heiter beschwingt, melancholisch
umdüsterten, lustig draufgängerischen und leidenschaftlichen,
erregten Szenen bestimmen diese Erzählung. |
Zu den Stücken, die besonders
bezaubern, gehören die Walzer "Machen wir´s den Schwalben nach",
"Tausend kleine Engel singen hab mich lieb" und "Weißt du es noch ",
Das vorzügliche Opus bereichern nicht zuletzt die Melodie "Habt ihr
euch gern so recht aus tiefster Seel´" und die Märsche "Ganz ohne
Weiber geht´ die Chose nicht", "Die Mädis vom Chantant" und "Ja so
ein Teufelsweib fängt dich mit Seel´ und Leib". Von kräftigen Reiz
ist ferner der Csardas der Ouvertüre und der Anfangsszene, mit dem
die Ungarin Sylva eingeführt wird (O-la-la, so bin ich gebaut!).
Emmerich Kalman wurde am 24. Oktober 1882 in Siofok, Ungarn,
geboren, und starb am 30. Oktober 1953 in Paris. "Die
Csardasfürstin" ist sein weltweit populärstes Stück. Ebenfalls
bekannt sind seine weiteren Operetten wie "Gräfin Mariza" und "Die
Zirkusprinzessin". |